Wirtschaft aktuell

Verschaffen Sie sich Klarheit über die aktuelle Situation im wirtschaftlichen Umfeld Ihres Unternehmens. Und informieren Sie sich regelmässig über die wichtigsten Konjunktur- und Wirtschaftstrends, die sich direkt oder indirekt auf das Zahlungsverhalten der Patientinnen und Patienten auswirken.

Es gibt verschiedene Indikatoren, aus denen sich ein Bild von der aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung ableiten lässt. Hier präsentieren wir Ihnen einige ausgewählte Statistiken zu denjenigen Themen, die im Hinblick auf die Unternehmensführung und die Geschäftsentwicklung von Zahnarztpraxen relevant sind. Dabei beziehen wir uns auf die Publikationen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH sowie des Bundesamtes für Statistik BFS. Die Aktualisierung nehmen wir immer dann vor, wenn diese Institutionen ihre neuesten Daten und Informationen publizieren.

Kosten des Gesundheitswesens

Die Gesundheitskosten in der Schweiz steigen seit Jahren kontinuierlich an. Der Anteil der Kosten für zahnmedizinische Behandlungen bleibt in einem Bereich von ca. 6,1 bis 6,4% der Gesamtsumme stabil.

Kosten des Gesundheistwesen

In den Jahren 2008 bis 2010 sind die Ausgaben für zahnmedizinische Behandlungen stets leicht gestiegen. 2010 trugen die privaten Haushalte 88,9% der Zahnarztkosten. Bei Berücksichtigung der durch Privatversicherungen gedeckten Leistungen waren es gar 93,5%.

Letztmalige Aktualisierung: April 2013

Index Zahlungsmoral Schweiz

Aussagekräftige Indikatoren zur Beurteilung der Zahlungsmoral in der Schweiz sind die Anzahl der Firmen- und Privatkonkurse, die Anzahl der ausgestellten Zahlungsbefehle und die Anzahl der Pfändungsvollzüge. Im längerfristigen Rückblick ist eine kontinuierliche Verschlechterung der Zahlungsmoral festzustellen.

Chart Index Zahlungsmoral

Die Zahl der Zahlungsbefehle stieg im Jahr 2011 auf rund 2,7 Millionen. Hohe Zuwachsraten sind auch bei den Pfändungsvollzügen und den Konkurseröffnungen gegen Privatpersonen zu verzeichnen.

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Letztmalige Aktualisierung: Mai 2012

Beschäftigung und Arbeitslosigkeit mit Prognose

Die Entwicklung der Arbeitslosenquote folgt – abgesehen von strukturell bedingten Ursachen – der konjunkturellen Entwicklung. In der Regel nimmt der Privatkonsum bei steigender Arbeitslosigkeit ab und umgekehrt. Bewegungen bei der Arbeitslosenquote sind für Zahnarztpraxen insofern interessant, als zahnmedizinische Behandlungen dem Privatkonsum zuzuordnen sind.

Beschäftigung und Arbeitslosenquote

Im Vorjahresvergleich stieg die Beschäftigung im Jahr 2012 um 1,6% und die Anzahl offener Stellen um 1,5%. Die Arbeitslosenquote betrug 2.9%. 2013 wird die Beschäftigung um 0,8% und das Stellenangebot um 1,3% zunehmen. Dieser Aufwärtstrend wird sich fortsetzen.

Quelle: KOF, Konjunktur-Analyse
Letztmalige Aktualisierung: April 2013

Arbeitslosenquote Schweiz

Die Arbeitslosigkeit trifft die Kantone und Regionen in unterschiedlichem Ausmass. Die Relevanz der Arbeitslosenquote als Indikator für die Zahlungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten hängt also unter anderem vom Standort der Zahnarztpraxis ab.

Arbeitslosenquote

Zwischen den Kantonen gibt es bei der Arbeitslosigkeit beträchtliche Unterschiede. In der Westschweiz und im Tessin sind deutlich mehr Menschen ohne Arbeit als in der Deutschschweiz. Die höchsten Arbeitslosenquoten weisen die Kantone Genf, Waadt, Tessin, Wallis, Neuenburg, Basel Stadt und Jura auf.


Quelle: Sekretariat für Wirtschaft SECO
Letztmalige Aktualisierung: April 2013

Realer privater Konsum

Gemäss Erhebungen der SSO bezahlen Patientinnen und Patienten in der Schweiz über 90% der zahnmedizinischen Behandlungen aus der eigenen Tasche. Die Tendenzen beim privaten Konsum wirken sich also zweifellos auch auf die Nachfrage nach Dienstleistungen der Zahnmedizin aus.

Realer privater Konsum

 

Die Wachstumsrate des privaten Konsums stieg von 1,2% im Jahre 2011 auf 2,5% im Jahr 2012. Dies entspricht der stärksten Zunahme der privaten Konsumausgaben seit 1989. Wichtigster Wachstumstreiber war die positive Entwicklung bei den Realeinkommen und der Beschäftigung. Unterstützt wurde das hohe Wachstum durch die Zuwanderung und die negative Teuerung.

 
Zum Jahresbeginn 2013 sprechen die meisten verfügbaren Konsumindikatoren für eine weitere starke Zunahme der privaten Konsumausgaben. Zu erwarten ist eine Wachstumsrate von 1,9%.

 

Quelle: KOF, Konjunktur-Analyse
Letztmalige Aktualisierung: April 2013

 

Reales BIP mit Prognose

Das Bruttoinlandprodukt BIP widerspiegelt den gesamten Marktwert von Gütern und Dienstleistungen, die von einer Volkswirtschaft während eines gewissen Zeitraums produziert werden und für den Endverbrauch bestimmt sind. Das BIP beinhaltet die tatsächliche Wertschöpfung und ist damit die wichtigste Kennzahl für die Beurteilung der Produktivität einer Volkswirtschaft.

Reales BIP mit Prognose

 
Im Jahresdurchschnitt 2013 ist ein BIP-Wachstum von 1,4% zu erwarten. Gegen das Jahresende 2013 betragen die annualisierten Quartalswachstumsraten knapp 2%. Im Jahr 2014 dürften sich die Verlaufswachstumsraten in einer ähnlichen Grössenordnung bewegen.
  
Quelle: KOF, Konjunktur-Analyse 
Letztmalige Aktualisierung: April 2013

Reales BIP und Konjunkturbarometer

Das KOF-Konjunkturbarometer basiert im Wesentlichen auf dem Modul «Kern-BIP», das rund 90% der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung in der Schweiz beinhaltet. Die Messmodelle des «Kern-BIP» sind «Schweizer Industrie», «Schweizer Konsum» und «Exportdestination EU». Die Daten in den Sektoren Bau- und Kreditgewerbe werden separat erhoben.

Um ein stets aktuelles Bild der Konjunktursituation zu zeichnen, befragt die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH vierteljährlich rund 11'000 Unternehmen über die Absatzentwicklungen in ihren Märkten und ihr Investitionsverhalten.

Reales BIP und Konjunkturbarometer

Im März 2013 sank das KOF Konjunkturbarometer von 1,04 auf 0,99 Zähler. Damit setzte sich der im September 2012 einsetzende rückläufige Trend fort. Hingegen zeichnet sich jetzt im Verlauf eine Stabilisierung ab. Somit dürfte die Vorjahreswachstumsrate des realen BIP in den kommenden Monaten weiter positiv ausfallen.


Quelle: KOF, Konjunktur-Analyse
Letztmalige Aktualisierung: April 2013

Konsumentenpreise mit Prognose

Im Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) basiert auf einem Warenkorb, in dem auch Leistungen im Bereich Gesundheitspflege angemessen berücksichtigt sind. Der Landesindex dient der Beobachtung der Preisentwicklung und wird beispielsweise für die Anpassung von Löhnen und Mieten wie auch von Tarifen, zum Beispiel dem SSO-Tarif, herangezogen.

Konsumentenpreise mit Prognose

2012 betrug die durchschnittliche Jahresteuerung im Vergleich zum Vorjahr minus 0,7%. In den kommenden Monaten stagnieren die Preise oder steigen nur geringfügig an. Gründe sind das schwache Wachstum der Weltwirtschaft und verzögerte Preiseffekte der Frankenaufwertung.

Quelle: KOF, Konjunktur-Analyse
Letztmalige Aktualisierung: April 2013

Devisenkurse mit Prognose

Eine höhere Bewertung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken ist mittelfristig nicht zu erwarten. Somit wird der starke Franken für manche Schweizer Patientinnen und Patienten weiterhin ein Anreiz sein, zahnmedizinische Behandlungen im Ausland in Anspruch zu nehmen. Diesem Trend können Zahnarztpraxen in der Schweiz mit einem exzellenten Service entgegenwirken.

Devisenkurse mit Prognose

Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist weiterhin expansiv ausgerichtet. Die Ausweitung der Devisenbilanz hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. Die SNB wird ihre bisherige Wechselkurspolitik vorläufig fortsetzen. Es ist davon auszugehen, dass der Schweizerfranken trotz langsam einsetzender Abwertungstendenzen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch für längere Zeit stark bleiben wird.


Quelle: KOF, Konjunktur-Analyse
Letztmalige Aktualisierung: April 2013