Ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll, wenn die administrativen Aufgaben in einer Zahnarztpraxis – insbesondere das Kreditmanagement – vom zahnmedizinischen Personal sozusagen nebenher erledigt werden? Auf den ersten Blick mag es so erscheinen. Bei näherer Betrachtung ist das «Do-it-yourself» aber mit nicht zu unterschätzenden Risiken behaftet.
Zahnarztpraxen legen bei der Rekrutierung von Dentalassistentinnen den Fokus klar auf die fachlichen Fähigkeiten. Gefordert sind primär die Qualifikationen, die bei der Arbeit am Patienten von Bedeutung sind: Kenntnisse der Behandlungsabläufe, permanent hohe Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit. Administrative Aufgaben, die in der Regel ebenfalls ins Pflichtenheft der Assistenz geschrieben werden, bilden im besten Fall einen Nebenschauplatz der Tätigkeit einer fähigen Hilfskraft. In Stellenanzeigen finden sie Ausdruck in Formulierungen wie: «Ferner übernehmen Sie ...», gefolgt von einer kürzeren oder ausführlicheren Aufzählung von Büroarbeiten.
Risikofaktor Wettbewerbsfähigkeit
Dass die administrativen Belange gegenüber den
fachlich-zahnmedizinischen Fertigkeiten im gängigen Anforderungsprofil
an die Assistenz einen untergeordneten Stellenwert haben, ist sicher
richtig. Aber die Medaille hat auch eine Kehrseite. Neben der
zahnmedizinischen Behandlung ist die professionelle Betreuung der
Patienten in allen Fragen rund um das Abrechnungswesen ein nicht zu
unterschätzender Faktor. Dieser wirkt sich auch auf die
Wettbewerbsfähigkeit der Zahnarztpraxis aus, denn die Patientinnen und
Patienten sind auch in dieser Hinsicht generell anspruchsvoller
geworden.
Risikofaktor Liquidität
Ein weiterer, ebenso zentraler Aspekt ist die Liquidität.
Diese ist nur dann gesichert, wenn beispielsweise die Honorarnoten
umgehend nach Behandlungsabschluss verschickt werden, wenn das Mahnwesen
straff organisiert ist oder wenn Inkassofälle konsequent durchgezogen
werden. Ob diese und weitere Tätigkeiten zur Gewährleistung eines
raschen und sicheren Geldflusses zu den Kernkompetenzen des
zahnmedizinischen Personals zu zählen sind, darf bezweifelt werden.
Unbestritten ist hingegen, dass die im administrativen und finanziellen
Bereich geschulten Mitarbeitenden eines professionellen externen
Partners wie der Zahnärztekasse AG dafür bestens qualifiziert sind.
Fallbeispiel Nr. 1: Honorarnoten bleiben liegen
Die Lösung: Statt dass die Zahnarztpraxis die Honorarnoten
aufgrund der elektronisch erfassten Leistungen selber erstellt, schickt
sie die Daten an die Zahnärztekasse AG weiter. Die verantwortliche
externe Kundenbetreuerin übernimmt und sorgt dafür, dass die
Honorarnoten korrekt ausgestellt und pünktlich verschickt werden.
Fallbeispiel Nr. 2: Zweifel an der Kreditwürdigkeit eines Patienten
Die Lösung: Die externe Kundenbetreuerin schlägt der
Zahnarztpraxis vor, das Delkredere-Risiko auszulagern. Dieses wird auf
die Zahnärztekasse AG übertragen, die zuvor eine Bonitätsprüfung
durchführt. Fällt diese negativ aus, rät die Kundenbetreuerin der
Zahnarztpraxis, von einer Behandlung abzusehen.
Fallbeispiel Nr. 3: Patient zahlt nicht
Die Lösung: Die externe Kundenbetreuerin nimmt mit dem
fraglichen Patienten Kontakt auf, diskutiert den Fall und schlägt ihm
zum Beispiel vor, eine Teilzahlungsvereinbarung zu treffen. Der Vorteil
für die Zahnarztpraxis liegt unter anderem darin, dass sie sofort zu
ihrem Geld kommt, weil die Zahnärztekasse AG das gesamte Guthaben auf
einmal ausbezahlt.
Fallbeispiel Nr. 4: Liquidität gefährdet
Die Lösung: Die externe Kundenbetreuerin macht der
Zahnarztpraxis das Angebot, die Honorarnoten zu bevorschussen. Eine
Auszahlung der Guthaben kann innert kürzester Frist, zum Beispiel innert
fünf Tagen, erfolgen. So überbrückt die Zahnarztpraxis
Liquiditätsengpässe und gewinnt finanziellen Spielraum.
Fallbeispiel Nr. 5: Debitorenverluste drohen
Die Lösung: Die externe Kundenbetreuerin sorgt durch den
Beizug von Inkasso-Spezialisten dafür, dass unmittelbar nach der
Mahnphase das Zwangsvollstreckungsverfahren eingeleitet und juristisch
korrekt vorangetrieben wird. Debitorenverluste können so zwar nicht
gänzlich vermieden, aber markant reduziert werden.
Diese Fallbeispiele, die ausnahmslos aus der Praxis stammen und für viele weitere stehen, zeigen, dass die Professionalisierung der Praxisadministration und des Kreditmanagements durch den Einbezug externer Fachkräfte wesentlich zur Existenzsicherung wie auch zur Wettbewerbsfähigkeit der Zahnarztpraxis beiträgt. Überdies erlaubt sie es dem zahnmedizinischen Personal, sich ganz auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren.
Die Zahnärztekasse AG: Qualifizierte Fachkräfte für effizientes Kreditmanagement
Die schweizweit tätige Zahnärztekasse AG übernimmt als Outsourcing-Partnerin für Zahnarztpraxen das Kreditmanagement wie auch die administrative Betreuung der Patientinnen und Patienten. Speziell geschultes Personal, das mit den spezifischen Bedürfnissen der Zahnarztpraxen vertraut ist, bietet Gewähr für eine reibungslose Abwicklung und einen professionellen, zuvorkommenden Umgang mit den Patiente
Die Schwerpunkte des Dienstleistungsangebots: